Surf ’n’ Snow

Wir nutzen die Schönwetterperiode vor Weihnachten, um ein paar Tage am Genfersee auszuspannen. Die guten Strassenverhältnisse bieten die Voraussetzungen, um unseren Wohnwagen auch ohne Winterreifen auszufahren. Der See begrüsst uns mit einem winterlichen Nebelschleier ‒„Surf” bezieht sich also eher auf das Lebensgefühl als auf die Aktivität!

Genfersee unter einem Nebelschleier

Ausserdem dürften die Temperaturen nachts nicht deutlich unter Null liegen, weil unsere Wasserleitungen sonst einfrieren. Die ersten Schritte am frühen Morgen nach unserer ersten Nacht knirschen im gefrorenen Gras ‒ also doch unter Null! Nur gut, dass wir den Rockabilly beheizen können und dass Guido die Abwasserleitung so umgebaut hat, dass kein stehendes Wasser mehr drin bleibt.

Doch nun auf zum Teil „Snow”! In einem schweisstreibenden Aufstieg in praller Sonne geht es von Villars aus in die Höhe der Waadtländer Alpen. Unsere erste Schneeshuhtour führt uns oberhalb der Nebelgrenze über sonnige Hänge und durch dunkle Wälder.

Der Muskelkater am Tag darauf legt uns einen Ruhetag nahe. Im lokalen Hofladen kaufen wir frisches Gemüse und im Supermarkt leckere Austern aus der Normandie. Die nahe Grenze zu Frankreich lässt grüssen… Ein Weisswein aus Yvorne, wo wir am Vorabend im Stau standen, rundet das stilvolle Essen ab.

Erholt geht es durch das schattige Tal von Les Diablerets zum Startpunkt am Col du Pillon. Nach einem eisigen Anstieg durch den Wald geniessen wir die Sonnenhänge weiter oben und ziehen sogar unsere eigene Spur.

An unserem letzten Schneeschuhtag wollen wir noch die dritte waadtländer Skistation kennen lernen: Leysin liegt auf einer Sonnenterrasse oberhalb von Aigle. Wir parkieren im Steinbruch und dann geht es hoch zum Refuge Solacyre. Leider sind die meisten Wege vom Pistenbully planiert, so dass wir gar keine Schneeschuhe brauchen. Zum Schluss werden wir doch noch mit Schneeschuhgelände belohnt.

Wilde Route an der Crête du Cherix

Und wie so oft folgen hier ein paar Impressionen…

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