Geschafft, Sommerferien. Gleich am Bündelitag fahren wir mit dem Wohnwagen über den Julierpass und installieren uns auf dem Camping Morteratsch auf kühlen 1860 m über Meer.
Val Roseg, oh Schreck
Am nächsten Tag schwingen wir uns auf unsere Bikes, um endlich das Val Roseg zu erkunden, das wir schon lange auf unserer Liste haben. Es präsentiert sich Grau in Grau. Kaum habe ich den ersten Bissen gepicknickt, fängt es an zu regnen. Guido macht einen kurzen Workout auf die erste Moräne. Im strömenden Regen fahren wir mit Handschuhen zurück zum Camp.




Val Roseg
Bernina Express, ausgebremst
Schon lange will Guido den unter Mountainbikern gelobten „epischen Trail” von Pontresina über den Berninapass nach Poschiavo mit mir unter die Pedale nehmen. Heute wagen wir es. Auf dem Wasserfallweg geht es steil durch den Zauberwald eine Talstufe hoch.

Über Alpweiden erreichen wir den Lago Bianco, der die Passhöhe markiert und zugleich die Wasserscheide zwischen der Adria und dem Schwarzen Meer ist.

Die schöne und steile Abfahrt über die Alp Grüm nach Cavaglia geniessen wir sehr. Bei den Gletschermühlen von Cavaglia besichtigen wir den neuen Steg durch die Schlucht und ziehen unsere Pullis aus, denn die südliche Sonne macht sich bemerkbar. Jetzt nur noch die letzten Höhenmeter nach Poschiavo, ein Kinderspiel… die Gelateria wartet… denken wir!

Leider wird der Trail nun so steinig, dass ich mein Bike weite Strecken hinunterstossen muss. Bitter! Guido tschätteret runter, stösst das Bike aber auch immer wieder. Drei Minuten vor Abfahrt der Bahn erreichen wir den Bahnhof. Gelati adé!
Barfuss im Dauerregen
Wenn schon nass, dann richtig! Wir begehen den Barfussweg von Celerina. Er tut uns richtig gut, eine kostenlose Fussreflexzonenmassage sozusagen. Auch Guidos Wadenmuskelzerrung bessert sich schlagartig.
Ausgeweidet
Eine gemächliche Sesselliftfahrt bringt uns auf die Alp Languard. Vorsichtig bahnen wir uns den Weg zwischen Kühen, Hochlandrindern und Chuepflätter.

Ein Schild macht uns darauf aufmerksam, dass die intensiv genutzte Alp ein Pflanzenschutzgebiet ist ‒ hm. Wir nehmen den oberen Weg, wo wir ganz alleine sind und Arnikapflanzen und Murmeltiere sehen.

Am Lej Languard machen wir Rast, aber der kalte Wind treibt uns weiter zur Chamanna Paradis. Die tolle Aussicht ins Val Morteratsch entschädigt uns für vieles.

Impressionen der Woche
Das Bilderkarussel ist ein Endlosloop. Wenn du die Bilder grösser sehen willst, dann klicke auf ein Foto.














